jenseits von sapa
Tradition, Natur und echte Herzlichkeit
Wer den Norden Vietnams bereist, landet fast unweigerlich in Sapa. Doch wo früher Nebel über unberührten Reisterrassen hing, drängen sich heute oft Seilbahnen und Reisebusse. Der Kontrast könnte nicht schärfer sein, wenn man die Blickrichtung ändert. Unsere After Sales Managerin Pree Imbusch hatte auf ihrer Rundreise ein klares Ziel: Sie suchte das stille Vietnam – jene Welt aus smaragdgrünen Tälern und tief verwurzelter Kultur, die abseits der trubeligen Metropolen und klassischen Touristenpfade existiert.



Die absolute Stille
Der Weg ins Mai-Chau-Tal
Der Weg in diese Stille beginnt im pulsierenden, hupenden Chaos von Hanoi. Ein privater Limousinen-Transfer bringt Sie in gut dreieinhalb Stunden in die Berge. Spätestens, wenn der Wagen den Thung-Khe-Pass überquert und sich der Blick über das endlose Grün der Provinz Hoa Binh öffnet, fällt die Hektik der Hauptstadt komplett ab. Mai Chau ist keine Kulisse für Touristen. Es ist eine raue, authentische Region, in der die ethnischen Minderheiten der Thai, Hmong und Muong das Tempo vorgeben. Die Geschichte des 15 Hektar großen Anwesens beginnt hier mit einem spontanen Entschluss. Als die Gründer das wild bewachsene Land und seinen versteckten Wasserfall entdeckten, gab es nur den Impuls: „Act first, think later.“ Sie kauften das Gelände, um es vor jenen Investoren zu retten, die andernorts die Berge mit Beton überziehen. Sie forsteten weite Teile des Dschungels wieder auf und schufen einen Ort, an dem die Natur den Ton angibt.

Ursprünglich und exklusiv
Ein Ort, der durch seine Menschen lebt
Die gerade einmal 36 Villen wurden nicht von internationalen Star-Architekten entworfen, sondern von lokalen Handwerkern nach jahrhundertealten Techniken gebaut. Da die Gebäude organisch in den Hang gesetzt wurden, sind die Wege steil – doch ein Anruf genügt, und Elektro-Buggys navigieren Sie durch das dichte Grün. Ob in den reduzierten Mountain Suites mit ihren deckenhohen Panoramafenstern oder in den isolierten Poolvillen, deren private Infinity-Pools wie kleine Bergseen über dem Abgrund ragen: Überall verschmilzt man mit der Landschaft. Ein Hotel kann architektonisch jedoch noch so brillant sein – wenn der Service keine Seele hat, bleibt es eine Kulisse. Das Avana Retreat geht auch hier einen anderen Weg: 98 Prozent der Belegschaft stammen aus den umliegenden Dörfern. Die meisten von ihnen haben ihr Leben lang Reisfelder bewirtschaftet, bevor das Resort sie in die Hotellerie holte und intensiv schulte. Das Ergebnis ist eine Form der Gastfreundschaft, die sich nicht antrainieren lässt. Es gibt hier eine aufrechte und ungemein aufmerksame Herzlichkeit.
„Der wahre Luxus zeigt sich hier am frühen Morgen. Die kühle Bergluft, der aufsteigende Nebel und eine absolute, fast schon greifbare Stille. Wer mit einem Kaffee auf der Terrasse sitzt, vergisst den Rest der Welt. Schon bei meiner Ankunft im Tal spürte ich die schützende Energie dieses besonderen Ortes.“
– Pree Imbusch über ihre ersten Eindrücke


6 Gründe, die das Avana Retreat unvergleichlich machen
Oft sind es die unerwarteten Details, die ein herausragendes Hotel zu einem unvergesslichen Erlebnis machen – sei es die perfekte Integration in die Natur oder die authentische Herzlichkeit der Menschen. Wir werfen einen detaillierten Blick hinter die Kulissen. Entdecken Sie 6 Gründe, warum das Avana Retreat zu den Highlights einer Vietnam-Reise gehört:
1. Schwimmen über den Wolken
Der „Cloud Pool“
Das architektonische Meisterwerk des Resorts ist der dreistufige Infinity-Pool. Er wurde exakt so in den steilen Hang gebaut, dass er die geschwungenen Linien der berühmten vietnamesischen Reisterrassen optisch imitiert. Wenn morgens der dichte Nebel im Tal hängt, erweckt der beheizte Pool die perfekte Illusion, direkt über den Wolken zu schweben. Ein magischer Ort, um den Tag zu beginnen.
2. Das Orchid Spa
Wellness im Takt des Dschungels
Die meisten Hotels bauen für ihre Spas künstliche Wasserläufe – das Avana Retreat hat sein Wellness-Zentrum einfach organisch in den Dschungel integriert. Das Orchid Spa liegt direkt an einem natürlichen, murmelnden Bachlauf. Die offenen Behandlungsräume schweben förmlich über dem Wasser. Neben klassischen Therapien bietet das Resort hier tiefenentspannende „Singing Bowl“-Klangschalenmeditationen an, bei denen das Rauschen des Waldes die natürliche Hintergrundmusik bildet.
3. Eine verborgene Natur-Lagune
Für absolute Privatsphäre
Tief im dichten Wald der Anlage wartet die Hidden Spring Lagoon auf ihre Entdeckung. Hier fließt das Wasser einer kühlen Naturquelle kristallklar über die moosigen Felsen. Wie klingt ein exklusives Dinner mitten im Dschungel für Sie? Für Momente absoluter Zweisamkeit verwandelt das Team diese stille Lichtung in ein vollkommen privates Refugium. Tagsüber lockt die Quelle zu einem erfrischenden Bad mit Cocktails, abends entsteht hier eine magische Kulisse für ein Private Dinner, beleuchtet vom sanften Flackern hunderter Kerzen.
4. Ein 50 Jahre altes Pfahlhaus
Das kulturelle Herz
Das Resort hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Erbe der ethnischen Minderheiten (wie der Thai, Hmong und Muong) zu bewahren. Das Herzstück dieser Bemühungen ist das Stilt House Museum – ein über 50 Jahre altes, originales thailändisches Pfahlhaus, das behutsam auf dem Gelände bewahrt wurde. Im Winter können Gäste hier abends am offenen Feuer sitzen, Süßkartoffeln und Mais rösten und den Geschichten der einheimischen Mitarbeiter lauschen. Auf Wunsch wird das Haus sogar für ruhige Abendessen mit traditioneller nordwestlicher Küche reserviert.
5. Uralte Handwerkskunst
statt Souvenir-Shops
Wer ein Stück Vietnam mit nach Hause nehmen möchte, erschafft es hier am besten selbst. Das Resort lädt dazu ein, traditionelle Handwerkskunst direkt von den erfahrensten Meistern der Region zu erlernen. Man greift selbst zum Material, probiert sich im Rattan-Flechten und tauscht sich mit den Einheimischen aus. Gleichzeitig lässt sich in aller Ruhe beobachten, wie die Frauen der H'mong ihre typischen Stoffe weben und kunstvoll mit Wachs färben.
6. Raue Dschungel-Abenteuer
im Vintage-Jeep
Wer Abwechslung zur meditativen Stille des Resorts sucht, bucht das wohl aufregendste Erlebnis der Region: Haben Sie Lust auf eine Prise echtes Abenteuer? Das Avana Retreat verfügt über offene, historische US-Militärjeeps. Mit wehendem Fahrtwind geht es abseits der befestigten Straßen tief in die Berge. Die Route führt über schmale Hängebrücken, vorbei an grasenden Wasserbüffeln, durch versteckte Dörfer und steile Bergpässe, die spektakuläre Ausblicke auf den ungezähmten Norden des Landes bieten.
Fazit
Ein Hideaway für die Seele
Am Ende meiner Reise bleiben mir vor allem die Menschen in Erinnerung. Das Avana Retreat sieht umwerfend aus, der wahre Luxus passiert jedoch hinter den Kulissen. Alles hier hat einen tieferen Sinn. Man bucht einen Aufenthalt in einem wunderschönen Hotel und bekommt gleichzeitig das unglaublich gute Gefühl, Teil von etwas absolut Authentischem zu sein – angefangen bei der eigenen Wasseraufbereitung bis hin zur spürbaren Liebe zum lokalen Handwerk. Die ruhige Atmosphäre, das viele Grün und die aufrichtige Freude der einheimischen Mitarbeiter machen diesen Fleck Erde unheimlich sympathisch. Ein Aufenthalt hier bringt die Gedanken zur Ruhe und rundet jede Vietnam-Rundreise auf die schönste Art ab.

