Luxury Essence:
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Reiseberichte

Eine Reise durch Kanadas Osten

Bonjour Québec

Kanada im Indian Summer – ein Traum den viele Menschen einmal erleben möchten. Ich habe das große Glück, Ende September nach Kanada aufbrechen zu dürfen, um dort diese einzigartige Jahreszeit zu erleben, die die Natur in einen ganz besonderen mystischen Zustand verzaubert: leuchtende Wälder, klare Luft und Städte voller Lebensfreude. Auch wenn Kanada ein Ziel ist, das man das ganze Jahr über besuchen kann, so ist der Indian Summer ein unvergessliches Erlebnis.

Montréal

Kreativität und französische Lebensart

Meine Reise startet in der größten Stadt der Provinz Québec – Montréal – einer Stadt, voller Facetten, ein Ort, der auf wundervolle Art und Weise Geschichte, Design und Kulinarik verbindet. Die Stadt hat mich sofort in ihren Bann gezogen – als eine stilvolle, vibrierende Metropole mit französischer Seele und kosmopolitischem Takt. Montréal ist die größte Stadt der Provinz Québec und gilt als kulturelles Herz Französisch-Kanadas. Hier trifft Geschichte auf Moderne: Kopfsteinpflastergassen in Vieux-Montréal, avantgardistische Architektur im Quartier des Spectacles, ein pulsierendes Kulinarik- und Designleben, Festivals, Street Art und ein ausgeprägtes Modebewusstsein. Im alten Bankenviertel entstand eine Flaniermeile aus Cafés, Bars und Restaurants. Ich hatte ein tolles Mittagessen im trendigen Cathcart Biergarten, der sich unter einem Glaspavillion befindet und sich so für jedes Wetter eignet. Danach stand das nächste Highlight an: die multimediale AURA Light Show in der Basilika Notre-Dame.

Der Besuch der Basilika Notre-Dame von Montréal war einer meiner Highlights. Sie zu betreten erzeugte einen Moment des Staunens, des Innehaltens. Hinter der schlichten Fassade eröffnet sich ein Raum aus Licht, Farbe und Klang – ein Meisterwerk neugotischer Baukunst mit goldverzierten Holzschnitzereien und einem tiefblauen Sternenhimmel – ein audiovisuelles Kunstwerk. AURA ist mehr als eine Lichtshow – es ist eine Hommage an Architektur, Musik und Emotion. Farben tanzen über Gewölbe und Altäre, während der Raum in orchestrale Klänge getaucht wird. Ein Erlebnis, das Gänsehaut hinterlässt und zeigt, wie eindrucksvoll Spiritualität inszeniert werden kann.

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Wenn sich der Sommer verabschiedet, beginnt in Québec die vielleicht schönste Zeit des Jahres: die herrlichen Wälder aus Ahorn, Birke und Buche leuchten in Gold, Rot und Orange, spiegeln sich in klaren Seen und verwandeln die Landschaft in ein strahlendes Farbenmeer. Auf stillen Straßen, bei Spaziergängen durch Nationalparks oder abends vor dem Kamin spürt man die Ruhe dieser Jahreszeit. Der Indian Summer ist in Québec kein Wetterphänomen, sondern ein Gefühl – warm, leuchtend, vergänglich und unvergesslich schön.

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Sankt-Lorenz-Strom

Die Lebensader

Der gewaltige Sankt-Lorenz-Strom prägt das Gesicht Montréals wie kaum ein anderes Element. Er verbindet die Stadt mit dem Atlantik, bringt frische Brisen, maritime Weite – und eine Atmosphäre, die man sonst nur an der Küste findet. Entlang seiner Ufer lässt sich wunderbar flanieren, Kreuzfahrtschiffe beobachten oder einfach den Blick über das schimmernde Wasser schweifen lassen. Viele Gebäude und Aussichtspunkte bieten spektakuläre Perspektiven auf den Strom, der Montréal eine unverwechselbare Lage und eine ganz eigene Ruhe schenkt. Auch vom Zimmer des Fairmont Le Chateau in Québec City hatte ich den unvergleichlichen Blick auf den hier viel breiteren St. Lorenz Strom, der in den Wintermonaten bei minus 30 Grad komplett zugefroren ist in der Winterzeit immer wieder ein Highlight ist.

Das unterirdische Montréal

Urbanes Netzwerk

Montréal ist zu jeder Jahreszeit faszinierend – doch besonders im Herbst und Winter entfaltet die Stadt ihren Charme. Wenn draußen Schnee fällt und es Minusgrade herrschen, die Luft nach Kaminholz duftet, zeigt sich eine verborgene Seite Montréals, die überrascht, da sie kaum jemand erwartet: eine zweite Stadt unter der Stadt – die Ville Souterraine, offiziell von den Einwohnern auch „RESO“ genannt, ist ein architektonisches Meisterwerk – ein über 33 Kilometer langes, klimatisiertes Netzwerk aus Gängen, Passagen und Plätzen, das Einkaufszentren, Hotels, Metrostationen, Museen, Restaurants und Galerien zu einer geheimnisvollen urbanen Welt verbindet. Hier finden sich über 1.600 Geschäfte und mehr als 500.000 Menschen täglich flanieren durch gläserne Gänge voller Boutiquen, Cafés und Designerläden. Besonders eindrucksvoll ist der Zugang über die Place Ville Marie – ein Ort, an dem moderne Architektur auf französische Lebensart trifft.

Über der Erde bleibt Montréal ein Farbenspiel aus Gegensätzen: historische Viertel mit Kopfsteinpflaster, moderne Boulevards, elegante Bankenstraßen, charmante Cafés und preisgekrönte Restaurants. Wer hier logiert, erlebt urbanen Luxus mit frankokanadischer Not. Ich war im legendären Fairmont The Queen Elizabeth, dessen zeitlose Eleganz und Gold Floor Lounge perfekt auf internationale Reisende abgestimmt sind. Ich schaute mir außerdem das Ritz-Carlton Montréal, das Four Seasons und das William Gray Hotel an – Häuser, die zeigen, wie vielseitig Luxus in dieser Stadt sein kann: klassisch, modern, kreativ und immer mit einem Hauch Montréal.

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Laurentides

Wälder, Seen und nordische Ruhe

Von der Stadt ging es für mich weiter in Richtung Norden – in die Laurentians, eine Region, die mit klaren Seen, Wäldern und Boutique-Hotels begeistert. Nach einem Spaziergang über den spektakulären Baumwipfelpfad Sentier des Cimes Laurentides geht es für mich weiter in das Fairmont Tremblant – ein ikonisches Ski-in/Ski-out-Hotel, das alpine Eleganz mit kanadischem Lodge-Charme verbindet. Hier wartete auf mich pure Entspannung im Scandinave Spa Mont-Tremblant. Wir fuhren mit den E-Bikes durch die wunderbare farbenfrohe Landschaft. Nach einem Lunch im edlen Hôtel Quintessence fuhren wir weiter in den Mont-Tremblant Nationalpark. Am Abend überraschte das StoneHaven Le Manoir, ein Haus von Relais & Châteaux mit Gourmetküche und Belle-Époque-Atmosphäre über dem Lac des Sables.

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Lanaudière–Mauricie

Natur & Abenteuer

Inmitten endloser Wälder empfing mich die Auberge du Lac Taureau – authentisch, rustikal, charmant. Hier wurden Kanadas Seele und Herzlichkeit spürbar: Kajakfahren, Fatbike, Wanderungen und ein abendlicher Laternen-Spaziergang unter dem Sternenhimmel ließen mich die Region hautnah erleben. Bei strahlend blauem Himmel mit dem Boot über den See zu fahren und die Natur zu bewundern ist herrlich entspannend. Auf einer Quadtour durch die Wälder habe ich viel Spaß. Ein besonderes Highlight: der Rundflug mit dem Wasserflugzeug, der die herbstlich gefärbten Wälder Québecs aus der Vogelperspektive zeigte – ein Moment, der bleibt.

Québec City

Geschichte, Stil & Savoir-vivre

Der letzte Stopp meiner Reise führte in die historische Hauptstadt Québec City – eine Stadt, in der Geschichte und französisches Flair auf moderne Eleganz treffen. Das ikonische Fairmont Le Château Frontenac wurde zum Zuhause auf Zeit, majestätisch über den Dächern der Altstadt thronend. Ich unternahm Spaziergänge durch das UNESCO-Welterbeviertel, hatte ein Dinner im neu ausgezeichneten Le Clan und Besichtigungen ausgewählter Häuser – vom Auberge Saint-Antoine bis zum Le Capitole Hôtel – zeigten eindrucksvoll, warum Québec City zu den elegantesten Destinationen Nordamerikas zählt.
Ein Besuch bei den Wendat First Nations in Wendake, das authentische Dinner im Restaurant La Traite und das magische Lichterlebnis Onhwa’ Lumina verbanden Kultur, Natur und Emotion auf unvergessliche Weise. Wer noch mehr erleben möchte, der kann eine Tagestour von Québec in nördliche Richtung zum Whale Watching unternehmen.

Mein Fazit: Québec vereint alles, was anspruchsvolle Reisende suchen: urbane Kultur, luxuriöse Hideaways und authentische Begegnungen mit Natur und Menschen. Für edeltravel ist die Region eine Entdeckung – reich an Geschichten, Gourmetmomenten und Orten, die Ruhe und Inspiration gleichermaßen schenken.

Franziska Hoffmann

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